DE – Kohlekipper für Bennewitz und Wichern

Bennewitz und Wichern hat ein eigens Heizkraftwerk. Auf dem Plan noch auf den Modulen der Fabrik eingezeichnet. Ich habe mich dazu entschlossen, das Gebäude nicht auf das Modul zu montieren, sondern es in meiner Geschichte zwischen Giesserei und Sondermaschinebau anzusiedeln.

Damit gewinne ich Platz auf dem mittleren Modul der Fabrik für einen Kohlekipper. Der ist für das Betriebsgeschehen im Fremo viel interessanter, da hier O-Wagen mit Kohle ankommen und entladen werden müssen.

Kipper Konzepte

Stirnseiten Kipper

Zuächst habe ich an einen Kipper gedacht, der über die Stirnseite der O-Wagen kippt. Damit bin ich dann aber eingeschränkt auf O-Wagen, die eine Klappe an der Stirnseite haben. Ausserdem wäre es notwendig diverse Fahrzeuge zu modifizieren und diese dann entsprechend als Wagenkombination im Fahrplan zu berücksichtigen. Die 3D-Modelle existieren und auch ein Probedruck aus Harz, der allerdings sehr spröde ist.

Rotierender Kohlenkipper

Die heute von mir bestellte Variante des Kohlekippers ist ein um die Längsachse rotierendes Model. Die Inspiration habe ich von dieser Webseite aus UK: http://www.clag.org.uk/tippler.html

In meinem Modell fehlt aktuell noch der Fixierungsbalken mit seinem Kontergewicht. Den werde ich wahrscheinlich aus Messingprofilen und Blei(guss) herstellen. Der Bunker, die Drehvorrichtung und die bewegliche Bühne sind aus ABS Kunststoff und werden/wurden bei JLC3D im Fused Deposition Modeling (FDM) Verfahren gedruckt. ABSlässt sich leicht bearbeiten, gut kleben und gut lackieren.

Isometrische Ansicht mit O-Wagen

Der Bunker endet in einen 20mm x 20mm Schacht, der unten offen ist, um als Funktionsmodell auch die Kohlen aus dem Bunker abzulassen.

Isometrische Ansicht mit O-Wagen – 120 Grad gekippt – Ansicht von der Modulkante

Die Bühne, auf der die Schienen montiert werden, ist beweglich auf der Drehvorrichtung einseitig gelagert. Zu Beginn einer Drehung wird der äussere Rand mit dem Drehen der Drehvorrichtung angehoben und kippt um ca. 2-3 Grad, bis die Bühne auf der Innenseite der Drehvorrichtung aufliegt. Damit wird der O-Wagen leicht gekippt und lehnt sich an der Drehvorrichtung an. Es hat mich einige Zeit gekostet, bis ich das begriffen habe…

Isometrische Ansicht mit O-Wagen – 120 Grad gekippt – Ansicht von der Hallenseite

Die im Bild fehlende Fixiervorrichtung reitet lose auf der Achse (auch nicht im Bild) und bleibt durch die schweren Kontergewichte zunächst vertikal hängen. Sobald die Oberkannte des O-Wanges weit genung gekippt ist und den Fixierbalken erreicht, drückt dieser auf die Oberkannte des Wagens und fixiert ihn über die Hebelwirkung der Kontergewichte auf der Schiene während er durch den drehenden Wagen ebenfalls gedreht wird. Ich werde da wohl ein Video machen, damit man versteht wie es funktioniert.

Isometrische Ansicht Bunker

Der Bunker wird als ein Stück gedruckt. Die Grundfläche beträgt 120mm x 120 mm. Die Wand hinten schützt die Gleise, die zwischen Wagenwerk und Bunker hindurchführen. Dazu gibt es dann noch eine Abschrankung mit einem Geländer.

Isometrische Ansicht Drehvorrichtung

Die Drehvorrichtung wird über zwei Seilzüge und eine Winde angetrieben. Die U-Profile der aufragenden Träger sind nicht nur wegen der Festigkeit im Original vorhanden sonder führen auch das Stahlseil. Im Modell wird das dann mit Knopffaden aus dem Nähbedarf gemacht. Der sieht gut aus und ist sehr reissfest.

Konzept-Skizze

To-Do

Antrieb

Der Antrieb wird wahrscheinlich mit einem Servomotor und Trommeln auf einer Achse, einem Ardurino oder ESP32 oder ESP8266 und einem Servodrivershield realisiert werden. Mit dem Servomotor kann ich die Umdrehungen der Achse mit definieren und mir so ggf. die Endschalter sparen. Evtl. baue ich dann noch ein kleines MP3 Soundmodul ein, was dann Maschinengeräusche und eine Warnklingel hörbar macht. Ebenfalls durch den Ardurino/ESP gesteuert. Der Microkontroller wird auch genug Ausgänge haben, um zwei Taster abzufragen sowie die LED der Beleuchtung zu steuern.

Die paar Zeilen Source Code sollten kein Problem sein. Eine Siemens Logo! Steuerung wäre zwar cool, aber ist mir zu teuer.

Einbau ins Modul

Der Einbau werde ich vornehmen, sobald die Teile da sind. Die Gestaltung dann, wenn alles Läuft. Die Lackierung wird vorher mit der Airbrush erfolgen.

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